Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft Saar e.V.  
   
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Aktuelles

18.10.2017

„Welche Natur wollen wir? – Betrachtungen dazu am Beispiel des Nationalparks Hunsrück-Hochwald“

  Exkursion in den NLP

Wieso erhalten Anwohner Brennholz direkt aus dem Nationalpark? Warum hat unser Nationalpark diese seltsame Form? Wieso werden die Douglasien im Schutzgebiet nicht entfernt? Was steckt hinter dem Schlagwort „Der Nationalpark als Lern- und Erfahrungsort“?

Diesen und anderen grundsätzlichen Fragen wollen wir bei der Exkursion am 18.10.17 nachgehen. Sie wird von Claus-Andreas Lessander geleitet.
Er war maßgeblich am Entstehungsprozess unseres Nationalparks beteiligt und hat seine Gedanken zum Thema Forstwirtschaft und Waldnaturschutz in dem 2016 im Oekom-Verlag erschienenen Buch „Der Ruf nach Wildnis. Die Geburtsstunde eines Nationalparks“ festgehalten.
Bei dieser Lesewanderung trägt er Schlüsselstellen daraus vor, die zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren anregen sollen.


Die Exkursion richtet sich an Fachleute wie Biologen, Förster, Landschaftspfleger, etc., aber auch an interessierte Laien
Bitte an festes Schuhwerk und regenfeste Kleidung denken. Länge der Wanderung: 6 bis 9 km, je nach Witterung.
Verpflegung aus dem Rucksack.
Start: 13.00 Uhr
Ende: ca. 17.30 Uhr

Treffpunkt: Wanderparkplatz an der K 49, von Börfink in Richtung Thranenweier, ca. 500 m nach Ortsausgang Börfink auf der linken Seite. (Anfahrtsbeschreibung)


Treffpunkt bitte nicht von Osten aus (Hüttgesvasen) anfahren, da hier die Straße zeitweise gesperrt ist.

Koordinaten des Treffpunktes:
Geogr. 49.678945 N 7.080823 E
UTM 32U 361548 5504703

Bitte möglichst selbständig Fahrgemeinschaften bilden.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um verbindliche Anmeldung.

01.01.2017  bis 31.12.2017 Jahresprogramm 2017
  Das aktuelle Jahresprogramm finden Sie hier:
Jahresprogramm als pdf zum Download
17.03.2016 Pressemitteilung der Bundes-ANW zum Wald-Wild-Projekt
  Pressemitteilung

Schmallenberg, den 7. Dezember 2015

Überhöhte Schalenwildbestände – ein Hindernis auf dem Weg zum klimastabilen Mischwald.
Der Klimawandel führt schleichend, manchmal durch besonders heftige Stürme auch ganz plötzlich zu einer Destabilisierung des deutschen Waldes – Buchenkomplexkrankheit, Eichensterben, Eschentriebsterben, Douglasienschütte sind nur einige Indizien.
Dieser Risikosteigerung des Waldverlustes kann man nur begegnen durch den Aufbau von Mischwäldern. Dieses Ziel wird von der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) seit Jahrzehnten propagiert und in der Praxis verfolgt. Es wird jedoch auf der überwiegenden Waldfläche Deutschlands zunichte gemacht durch überhöhte Schalenwildbestände. Sie fressen große Teile der natürlich möglichen oder vom Menschen gepflanzten Mischungen wieder auf. Das Ergebnis sind dann mehr oder weniger homogene Monokulturen.
„Wenn wir verantwortlich und nachhaltig zukunftsfähigen Wald entwickeln wollen, kann das so nicht weitergehen!“ So der Bundesvorsitzende der ANW, Hans von der Goltz.
Wir brauchen objektive Maßstäbe zur Beurteilung der Frage: „Ist Wald und Wild in einer ausgewogenen Balance oder nicht?“
Um diese Frage zu klären, hat die ANW mit ihren wissenschaftlichen Partnern der Universität München, Dresden und Göttingen das Forschungsprojekt „Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern“ auf den Weg gebracht. Der Förderantrag hat ein Volumen von 2,6 Mio. €. Hiervon stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) knapp 2 Mio. € Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ zur Verfügung.
In 5 Pilotregionen mit einer Gesamtfläche von ca. 25.000 ha in Baden-Württemberg, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen werden wir in den nächsten 6 Jahren anhand des Zustandes der Vegetation versuchen, Kriterien für die Beantwortung der Balancefrage zu entwickeln, ökologische und ökonomische Konsequenzen der jeweiligen Situation bewerten und Tipps zur Problemlösung erarbeiten. Der Erfolg hängt maßgeblich von einer Entwicklung des Bewusstseins der verantwortlichen Akteure „Waldbesitzer“ und „Jäger“ ab. Daher werden die Pilotregionen mit ihren wissenschaftlichen Daten intensiv als Anschauungsobjekte für Interessierte angeboten.
Abschließend der Bundesvorsitzende der ANW: „Wir wollen keinen Schuldigen für ggf. vorhandene Missstände suchen, sondern Bewusstsein entwickeln für gemeinsam wahrzunehmende Verantwortung, Verantwortung für zukunftsfähigen nachhaltigen Mischwald mit Wild!“
Verfasser: Hans von der Goltz, Bundesvorsitzender der ANW und Projektleiter
15.09.2015  bis 14.09.2021

Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern - Region Saarland

  Kurzbeschreibung des BioWild-Projektes

Das WaldWild-Projekt wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. Mittels eines Verbundprojektes zwischen der Universität Göttingen und den Technischen Universitäten Dresden und München sowie der ANW (Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft e.V.) als Projektkoordinator soll die im Folgenden erörterte Problematik im Förderzeitraum vom 15.09.2015 bis 14.09.2021 analysiert und bundesweite Konzepte zur Bewältigung dieser Thematik erarbeitet werden.

Überhöhte Schalenwildbestände führen zu einer unnatürlichen Entmischung der Pflanzengesellschaften und daraus resultierend zur Destabilisierung von Waldökosystemen und möglicherweise zum Verlust waldspezifischer biologischer Vielfalt. Um Möglichkeiten zur zukünftigen Sicherung der von gemischten Wäldern in besonderem Maße ausgehenden Ökosystemdienstleistungen zu finden, sollen in 5 Pilotregionen Deutschlands neue Strategien zur Herstellung einer Balance zwischen natürlicher Vegetation und Wildbesatz erprobt werden. Dabei werden jagdliche Maßnahmen durch eine intensive Kommunikation mit den in der Fläche wirkenden Akteuren (Waldbesitzer / Jagdausübungsberechtigte) begleitet. Vegetationskundliche und wildökologische Verhältnisse werden vor und nach der Umstellung der jagdlichen Aktivitäten durch ein wissenschaftlich fundiertes Monitoring erfasst. Gleiches gilt für die Analyse von Wildeinflüssen, für die die im Auftrag des Deutschen Forstwirtschaftsrates entwickelte „Konvention zur Erfassung und Bewertung von Wildschäden“ (Vegetationsgutachten) erstmals im Praxistest zum Einsatz kommt. Sie soll, ggf. nach Anpassung, zukünftig bundesweit als einheitliche Grundlage zur Erfassung der Wald-Wild-Situation angeboten werden. Erstmalig sollen damit vegetationsökologische, wildbiologische, waldschutzseitige, volks- und betriebswirtschaftliche Folgen eines veränderten Schalenwildmanagements auf repräsentativen Standorten integrierend untersucht werden, um quantitative Bewertungsmöglichkeiten für die lokale Biodiversität aufzuzeigen. Die 5 Pilotregionen sollen als Anschauungsobjekte beispielhaft die Möglichkeiten steuernder menschlicher Einflussnahme auf die Biodiversität und Nachhaltigkeit der Verfügbarkeit von Ökosystemdienstleistungen von Wäldern deutlich machen. Die Ergebnisse des Projekts werden in den Pilotregionen als allgemein verständliche Demonstrationsobjekte aufbereitet und als Exkursionsziele der Allgemeinheit nahegebracht.


Hier geht es zur Biowild-Homepage mit weiteren Informationen


 
 

 


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